Moto Guzzi V7 Classic, Jahrgang 2008
Neuheit in Mailand: Classic-Guzzi
02.11.2007 00:00
Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird Moto Guzzi an der italienischen Motorradausstellung EICMA am 6. November in Mailand eine Neuauflage der klassischen V7 präsentieren.
Als wir das Foto der Moto Guzzi V7 Classic 2008 zum ersten Mal sahen, nahmen wir an, es handle sich um ein paar Klassikfotos. Doch dann, beim näheren Hinsehen, erkannten wir: hier kommt was Neues aus Mandello del Lario.
Doch zuerst zur Geschichte: 1967 brachte Moto Guzzi die V7 heraus. "V" hiess sie aufgrund ihrer Motorauslegung (ein V-2) und "7" sollte für den Hubraum stehen, nämlich 704 ccm. Von nun an sollte Guzzi an der längsliegenden Kurbelwelle, dem Kardanantrieb und dem V-2 mit tiefem Schwerpunkt festhalten.
Ursprünglich sollte sie bloss die Behördenmaschine "Falcone" (Foto: eine von 1962) ersetzen. Doch die V7 gewann schnell viele Freunde aufgrund ihrer Wartungsfreundlichkeit und ihres hübschen, klaren Designs.
Allerdings muss gleich zu Anfang gesagt werden, dass sich Moto Guzzi mit der V7 kaum weit aus dem Fenster lehnte - man kupferte nämlich ziemlich schamlos bei BMWs Boxerreihe ab. Zum Teil sind sogar die Lichtmaschinen der beiden Hersteller aus diesen Jahren austauschbar. Da die V7 bei den Kunden überaus beliebt war, enstanden Hubraumstärkere Abarten (V7 Spezial, 1969; V7 Sport, 1971)
Die Daten für die 1967er V7:
| Motor | 704 ccm, OHV, luftgekühlt |
| Bohrung x Hub | 80 x 70 mm |
| Leistung | 40 PS bei 5800/min |
| Getriebe | 4 Gänge |
| Endantrieb | Kardan |
| Gewicht | 234 Kilogramm |
| Höchstgeschw. | 170 km/h |
Nun also hat sich Moto Guzzi entschlossen, ihren Klassiker neu aufzulegen. Tatsächlich tut Guzzi das ziemlich gründlich, selbst ein Guzzireiter muss zweimal hinschauen, um Klassiker und Neuauflage unterscheiden zu können.
Motor: Vermutlich wird die V7 Classic vom modernen Guzzi-V2-Zweiventiler angetrieben, höchstwahrscheinlich ist es der gleiche Motor wie in der Breva 750. Auch der Rahmen, Kardanstrang, Telegabel, Krümmer etc. sehen auf beiden Fotos gleich aus. Vermutlich werden also sehr viele Teile von der Breva 750 übernommen.
Klassisch schön allerdings der Doppelauspuff mit relativ dünnen Endschalldämpfern - bravo Guzzi. Ebenfalls hübsch das Stereofederbein mit klassischem Touch. Die Trommelbremse der Klassik-V7 musste natürlich einer einfachen Scheibenbremse (sehr wahrscheinlich sogar ABS-unterstützt) weichen - aber immerhin fährt die V7 Jahrgang 2008 mit Speichenrädern. Ebenfalls sehr hübsch die klassische Doppelsitzbank und das Tankdesign, das fast 1 : 1 von der usprünglichen V7 übernommen wurde.
Fazit: Moto Guzzi hat seine Arbeit sehr gut gemacht - schöne klassische Motorräder ohne grosse sportliche Ambitionen liegen seit Jahren im Trend (Bsp. Triumph Bonneville). Vermutlich dürfte sich das Retrobike V7 Classic sogar in Zukunft besser verkaufen also die Breva 750...
Alle Daten und die Preise liefern wir euch in ein paar Tagen nach...
««Retour






