Test und Technik

Vergleichstes

Aprilia Tuono 1000 R, Ducati Monster S4RS, Moto Morini Corsaro 1200

05.09.2006 00:00

Die sportliche Ducati Monster war Vorreiter einer neuen Naked-Bike-Kultur, ist ein absoluter Verkaufsschlager und mit ihrem südländischen Charme bisher unübertroffen.

Doch jetzt bläst die V2-Konkurrenz aus dem eigenen Lande zum Angriff: Die neue Aprilia Tuono und die Moto Morini Corsaro sind charaktervolle, preiswerte V2-Dampfhämmer.

Die Ducati Monster ist seit 1993 das ultimative Naked Bike, das das legendäre Sport-Image von Ducati mit zeitlosem Italo-Design und viel Coolness verbindet. Sie ist ein kultiges Lifestyle-Objekt, das einerseits von Jet-Helm-Trägern geliebt wird und sowohl als fahraktivere, südländische Alternative zu einer Harley-Davidson wie auch als Imageträger zum Einsatz kommt. Auf der anderen Seite spricht die Monster aber auch die Sportfraktion bzw. Umsteiger aus dem Supersport-Segment an. Sie schätzen die Ducati wegen ihrer bequemen, aufrechten Sitzhaltung, ihres hochgelobten, mythischen Ducati-Motors, stellen aber auch bald fest, dass sie im Winkelwerk den Kollegen auf Stummellenker-Maschinen kaum unterlegen sind.

Die Monster ist ein Charakterbike, das zum absoluten Verkaufsschlager wurde und in unzähligen Versionen angeboten wird: Die Palette reicht von der günstigen, als Einsteigerbike beliebten 620er mit luftgekühltem Zweiventiler bis zur edlen S4R mit dem wassergekühlten Vierventiler aus der 999er.

Motorradhersteller aus der ganzen Welt sind inzwischen mit ihren eigenen Interpretationen oder Monster-Kopien auf der Naked-Bike-Erfolgswelle mitgeritten. Mit ihren Nacktmodellen brachten sie es aber nie zum Kultstatus der italienischen Primadonna mit dem kernigen V2.

Bedrohung aus der Heimat
Doch jetzt hat es die Ducati mit zwei Konkurrentinnen aus dem eigenen Land zu tun, die auch beide mit modernen, charaktervollen V2-Motoren antreten.

Auf der einen Seite die Aprilia Tuono 1000 R (Bericht in MSS 22/2005) im sportlich-eleganten Design. Sie mag zwar nicht den Charme einer Monster haben, baut aber auf dem Sportbike RSV 1000 R auf, ist also nichts anderes als ein nacktes Superbike, das die Duc im Strassenkampf abtrocknen oder ihr zumindest das Wasser reichen dürfte.

Auf der anderen Seite die Moto Morini Corsaro 1200 (Bericht in MSS 15/2005), der gelungene erste Wurf der wiederbelebten Traditionsmarke, welche einst wie Ducati sowohl im Sport als auch im Rennen um die Gunst der Käuferschaft erfolgreich war. Die Corsaro hat also auch Kultstatus. Die beiden kämpften mit ungleichen Waffen: Der V2 der Corsaro verspricht mit einem Hubraumplus von knapp 200 cm3 mehr Durchschlagskraft.

Klar, dass Ducati da nur mit der stärksten und edelsten Monster mithalten kann. Um ihre Vormachtstellung nicht fahrlässig zu verspielen, wurde Anfang Jahr die Monster S4Rs (Bericht in MSS 04/2006) vorgestellt. In ihr schlägt der Testastretta-Motor, das Herz der hypersportlichen Ducati 999 neusten Datums.

Drei edle, sportliche, fast nackte Italienerinnen ringen also im knappen Bikini um die Herzen der Bikergemeinde und wecken Emotionen.

Doch wie im richtigen Leben zählen nicht nur die knackigen Linien, die puren Masse, die Mitgift oder der Stammbaum – lassen wir die Athletinnen also mal beweisen, was sie so draufhaben …

Den ausführlichen Bericht lest ihr in MOTO SPORT SCHWEIZ 18/2006, vom 30. August MSS kann selbstverständlich online abonniert werden. Hier lang…

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